
Speziell für diese Quartiere sind die typischen bündner Bauernhäuser. Der erste Stock ist meistens der Keller und ist gemauert. Dann folgt der Riegelbau aus Holz, Stube und Schlafzimmer gegen Süden ausgerichtet, Küche und Speisekammer nach Norden wo es kühler ist. Bei Hanglage ist der hintere Teil meistens auch gemauert. Auffällig sind auch die vielen kleinen Ställe. Noch vor wenigen Jahrzehnten besass jede Familie, übrigens meistens Grossfamilien mit 6 – 12 Kindern, ihre eigenen Haustiere: einige Ziegen und ein Schwein, bei wohlhabenderen Familien kamen zusätzlich noch Rinder hinzu. Von den Tieren nutzten die Menschen die Milch und das Fleisch. Auch ein kleiner Garten gehörte zu jedem Haus. Die kleinen Ställe und die Gärten sind noch heute sichtbar und erzählen von vergangenen Zeiten.
Zu den Ortsnamen:
Ruosna ist romanisch und bedeutet Loch. Damit ist Gonda-sut gemeint mit den sechs Gebäuden oberhalb der Lukmanierstrasse. Die geschützte Lage im Aclettatal bildet ein Loch.
Gonda bedeutet eigentlich Steinhalde, also ein Ort wo viele Steine zu finden sind. Früher, als der Aclettabach noch nicht kanalisiert war, brachte das Wasser vor allem bei Unwetter viele Steine zu Tal. Diese lagerten sich an den Seiten des Baches, dort wo heute die Häuser stehen.