Sontget

Die Legende besagt, dass Plazidus, ein Gefolgter von Sigisbert durch seinen Vetter Viktor, bzw. seinen Knechten enthauptet wurde. Hier in Sontget soll dies passiert sein. Daraufhin habe Plazidus seinen Kopf genommen und diesen ins Kloster zu Sigisbert getragen.

Aus der Legende entstand der Name Sontget (=kleines Heiligtum). Der Dorfteil existiert bereits seit mehreren Jahrhunderten.
Zwei Monumente sind hier zu erwähnen: einmal die Plazidus-Kirche welche am Dorfeingang steht. Sie wurde im Jahr 1658 eingeweiht. Aufzeichnungen belegen aber eine Kapelle bereits aus dem Jahre 1458. Zweitens das Hotel Disentiserhof. Zwar wurde der alte Bau vor 1978 Jahren durch einen Neubau ersetzt, das Hotel trug aber wesentlich zur Entstehung des Kurortes Disentis bei.

Die Plazidus Kirche. Sie steht wie bereits erwähnt am Dorfanfang, inmitten des Plazi Tobels, inmitten des Lawinenkegels. Mehrere Lawinen sind hier bereits niedergedonnert, die Kirche steht jedoch immer noch. Heute hilft der Lenkdamm, dass die Schneemassen dem Bauwerk und den Dorfteilen Sontget und Chischliun nichts antun können.

1871/76 wurden die neuen Oberalp- und Lukmanierstrassen gebaut. Zeitgleich entstand in Disentis/Sontget ein Kurhotel, das Disentiserhof.
Der Plazi Tobel birgt nämlich noch ein Geheimnis. In der Mitte des Tales entspringt die stärkste radiumhaltige Quelle Europas. Das Wasser wurde für Heilzwecke gebraucht. Unzählige kamen nach Disentis, um ihre Rheumaschmerzen zu lindern. Mit den Lawinen von 1984 und 1987 wurden die Zubringerleitungen grösstenteils zerstört. In den letzten Jahren untersuchte die ETH das Disentiser Mineralwasser. Die Heilwirkung – vor allem im Zusammenhang mit radioaktivem Wasser – ist heute nicht erwünscht, obwohl mehrere Studien bewiesen haben, dass das Wasser Rheumaschmerzen lindern kann.



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