Faltscharidas

Eigentlich bestand das Dorflein Faltscharidas nur aus dei Bauernhäusern (erbaut 1668, überliefert durch Berichte vom Franzoseneinfall 1799) und Ställen, bis in den letzten Jahren immer mehr und mehr gebaut wurde. Inzwischen ist eine grössere Siedlung entstanden, geschützt durch den Wald von Lumpegna. Der Dorfkern, östlich gelegen, zeugt, dass unsere Ahnen sehr wohl von den Gefahren des Placitobels wussten, denn immer wieder donnerten dort Lawinen zu Tale (im letzten Jahrhundert 1951, 1975, 1984, 1987, 1991, 1999). Der moderne Mensch breitete sich aus und baute seine Häuser in der Gefahrenzone. Zur Sicherheit baute die Gemeinde nach dem Lawinenjahr 1984 einen Schutzdamm und erhöhte diesen nachträglich so, dass heute keine Gefahr mehr besteht.
Gemäss Ervin Pöschel (die Kunstdenckmäler des Kt. GR, Band 2) wurde hier ein Bronzedolch aus der Bronzezeit gefunden. Weitere Angaben dazu siehe auch unter Disla.

Zu den Ortsnamen:
Faltscharidas: das romanische Wort 'faultsch' (lateinisch falx) bedeutet Sense. Gemäss Pater Ambros Widmer, welcher viel seiner Lebenszeit den Ortsnamen widmete, soll der Name dadurch entstanden sein, dass die Wiese in Faltscharidas mit der Sense gemäht wurde. Dies war aber auch bei anderen Feldern üblich, denn andere Möglichkeiten gab es nicht. Eine weitere Erklärung wäre die Sichelform der Landschaft, eine Erklärung , die eher zutrifft.

Lumpegna: laut Rätisches Namenbuch (A. Schorta, Band 2) entstand der Name von Alppégna. Die Verbindung mit dem romanischen Artikel 'la' ergab schulussendlich 'Lumpegna'. Übersetzten könnte man den namen mit 'Tannenalp'.


Faltscharidas ist sehr sonnig gelegen. Darum blühen auch hier die verschiedensten Blumen in den Gärten. Ursprünglich lebten die Leute von der Landwirtschaft, heute sorgt nur noch ein Bauer für die umliegenden Wiesen. Faltscharidas wurde so zum ruhigen Wohnort, wo man sich am Abend zurückzieht.

> Garage Wetzel