Mumpé Medel


Zum Ortsnamen
Das Wort 'Mumpé' wird vom lateinischen Wort 'mons', was 'Hügel' bedeutet, das Wort 'Medel' kommt ebenfalls vom Lateinischen 'metallum' und bedeutet Metall: In Val Medel (das Metall-Tal) wurde früher Eisen abgebaut, daher dieser Name. Mumpé Medel trennt wie Mumpé Tujetsch Disentis von den beiden Seitentälern Medel und Tujetsch. Übrigens: 1986 wird der Name 'Mompé' offiziell in 'Mumpé' gewandelt.


Mumpé Medel liegt wie Cavardiras, Pardomat und Caprau auf der anderen Seite des Vorderrheins, also rechtsrheinig, und wie der Name bereits sagt, auf einem Hügel. Früher war der Zugang zum Walserdorf über die Römerstrasse von Fontanivas her möglich. Beim letzten Ausbau der Lukmanierstrasse in den 1960er Jahren baute der Kanton einen Tunnel, sodass das Dorf mit dem Auto nur über Ruinas erreicht werden kann. Der alte Weg von Fontanivas her dient heute aber noch als Wanderweg.


Die alte "Rämerstrasse" führt von Mumpé Medel weiter nach Mutschnengia Richtung Lukmanierpass. Mit den Römern hat die Strasse weniger zu tun, wohl kommt der Name von den Bogenbrücken, die auf dem Weg zu finden sind und typisch für die Baukunst der Römer waren.
Seit einigen Jahren sorgt der Dorfverein "Uniun da scursalar e spassegiar", dass Wanderwege auch im Winter offen sind. Die Haupttätigkeit ist aber der Betrieb einer Schlittelbahn. Jedes Jahr finden traditionelle Hornschlittenrennen statt.

Das Dorf ist ziemlich langgezogen. Auch hier sind die meisten Leute in der Landwirtschaft tätig. Man siehr es an den vielen Ställen und Bauernhäusern. Früher gab es aber noch ein anderes Gewerbe, nämlich die Specksteinbearbeitung. Unterhalb Mumpé Medel gibt es diesen speziellen Stein, um daraus Öfen, aber auch Geschirr herzustellen. Seit einigen Jahren baut die Firma Tarcisi Maissen aus Trun den Stein wieder ab. In den 90er Jahren wurden im Gebiet Tiefenbohrungen vorgenommen: in der Gegend gibt es nämlich einige Goldadern und wohl einige kennen Disentis und Mumpé Medel nur wegen dem glänzenden, wertvollen Metall.

1991 zerstörte der Orkan Vivian den Wald oberhalb des Dorfes.
Dabei wurde auch die Wasserversorgung grösstenteils zerstört. Heute bezieht Mumpé Tujetsch das Trinkwasser von Stagias. Für Wanderer und Spaziergänger lädt das Restaurant "Pass Roman" zum Verweilen ein.

Die Kapelle ist dem Heiligen Valentin geweiht, ein typischer Heiliger des Bündner Oberlandes.

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