Cavardiras

Schon von weitem sichtbar, auf dem Hügel zu Cavardiras tront die Kirche, dem Hl. Antonius geweiht. Cavardiras ist bekannter Wahlfahrtsort und einmal im Monat treffen sich hier die Pilger zum Gebet.
Ansonsten herrscht im Dorf Ruhe, denn der grosse Verkehr fährt auf der anderen Talseite. Enge Gassen und Strassen, idyllische Bauernhäuser prägen das Dorfbild. Die kleinen Ställe zeigen den Stellenwert der Bauern, welche die umliegenden Hänge bewirtschaften.
Heute sind viele Häuser leer oder Feriengästen vermietet. Seit 2006 hat Cavardiras nach langem Unterbruch wieder ein Restaurant und eine kleine Pension. Wer die Ruhe sucht, ist hier gut aufgehoben.

Zum Ortsnamen
Cavardiras ist hergeleitet vom lateinischen Wort 'capra' (die Ziege). Zu verstehen ist der Name aber eher mit der Ergänzun 'capritura', also der Biss der Ziege an der Rinde der Bäume. Ziegen sind noch heute in Cavardiras zu Hause.


Das Schicksal des Dorfes Cavardiras mit immer weniger Einwohner ist typisch für viele Bündner Dörfer. In den letzen Jahren ist eine markante Abnahme der Bevölkerung feststellbar, auch in Disentis. Viele müssen aus Arbeitsgründen wegziehen, denn die Region kann nicht so viele Arbeitsplätze bieten. Und es geht uns noch gut, verglichen mit anderen Dörfern. Zum Glück kaufen Feriengäste die alten Häuser auf und renovieren diese mit viel Liebe. So wird wichtige Baukultur erhalten, die Dorfbilder bleiben. Viel lieber aber hätten wir lebendige Dörfer, wo eben das Leben noch spielt.

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